Endlich! Eier von unglaublich glücklichen Hühnern und aus der Region.

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Sehr geehrte Kunden,

Ab der KW 10 können wir Ihnen nun endlich Eier unmittelbar von hier aus der Region anbieten. Bisher haben wir vom Stadtgut Görlitz die Eier bezogen, da wir das Bruder-Hahn-Projekt unterstützen wollten, durch das die Brüder der Hennenküken nach dem Schlüpfen gerettet werden.

Nochmal zur Erinnerung: männliche Küken werden nach dem Schlüpfen geschreddert!

Alle Hybrid-Hennen, ob nun Biohaltung oder nicht, kommen aus sogenannten Brutfabriken. Durch die enorm niedrigen Preise sind auch Biobauern darauf angewiesen, Hybridhühner zu kaufen, da diese für eine enorm starke Legeleistung gezüchtet wurden. Die Biobauern halten diese Hühner natürlich artgerecht, geben nur Biofutter usw., aber eines können sie nicht beeinflussen: die Hybridarten sind nicht in der Lage sich selber weiter fortzupflanzen, ohne eine unglaubliche Leistungsschwäche bei der nächsten Generation vorzuweisen. Deshalb werden diese Hühner immer wieder neu gezüchtet und schlüpfen dann in diesen Fabriken. Nun beginnt eine grausame Selektierung. Die Küken werden auf Fließbändern kurz auf ihr Geschlecht untersucht und dann selektiert. Die weiblichen Küken landen in einem Karton, die männlichen Küken in einer Schreddermaschine bzw. werden vergast. Diese Tötungen gehen ins Millionenfache.

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Das empörte seit geraumer Zeit sehr viele Menschen, so dass das Bruder-Hahn-Projekt entstand. Hier wurden für jedes Ei 4 Cent mehr bezahlt, um jeweils zu einem weiblichen Küken das „nutzlose“ männliche Küken (da auf Legeleistung gezüchtet) zu retten.
Da dies noch keine wirkliche Lösung ist, hatten wir uns bereits vor zwei Jahren zu diesem Thema geäußert und wollten gerne Eier von EiCare ins Angebot nehmen. Dieses Projekt verzichtet auf Hybridrassen und produziert nur mit Zweinutzungshühnern. Das bedeutet, dass diese Hühner weder nach Legeleistung noch nach Mastausbeutung manipuliert und in Extreme gezüchtet worden sind. Die Eier dieser Hühner sind natürlich dementsprechend viel teurer, da die Bauern, die mit diesen Hühnern arbeiten, nicht so viele Eier verkaufen können, aber trotzdem einen höheren Aufwand haben. In unserer Gegend gab es aber keinen EiCare-Anbieter. Deshalb blieben wir bei Bruder-Hahn, um wenigstens einen kleinen Beitrag leisten zu können.

Jetzt endlich aus der Region!

Seit geraumer Zeit haben wir mit Frau Leonhardi Kontakt aufgenommen, die im vorigen Jahr angefangen hat, eine ganz andere Hühneraufzucht zu betreiben. Frau Leonhardi, vom Kirschhof, will erst einmal mit den normalen Hybridhühnern beginnen (auch mit Unterstützung des Bruder-Hahn-Projektes) und in diesem Frühjahr kommen dann Zweinutzungshühner mit dazu.
Da nicht viele Menschen bereit sind für ein Ei 70 Cent zu bezahlen, werden wir erst einmal auch zu den Eiern der Hybridhühner greifen. Wir möchten aber später den Versuch wagen, ob die Eier der Zweinutzungshühner vielleicht doch ihre Käufer finden. Das wäre auf alle Fälle zu unterstützen.

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Durch den geschützten Unterbau können die Hühner auch in der Nacht vor Füchsen oder Raubvögeln geschützt sein.

Regional und artgerecht durch Hühnermobile

Der Kirschhof von Frau Leonhardi liegt in Söllichau, das ist ca. 35 km von unserem Betrieb entfernt, mitten in der Dübner Heide. Frau Leonhardi arbeitet mit Hühnermobilen. Das sind fahrbare Ställe, die jede Woche oder alle 14 Tage (je nach Beschaffenheit der Grasnarbe) ihren Standort wechseln, so dass die Hühner immer wieder neue Grünflächen zur Verfügung haben. Das macht auch den besonders guten Geschmack der Eier aus.

In zwei der Mobile werden momentan jeweils 300 Hybridhühner gehalten. In die zwei kleineren Mobile werden später auch Legehennen und Hähne der Zweinutzungsrasse Maran einziehen.

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Es gibt zwei verschiedene Mobile: zwei große und zwei kleinere. Beide werden mit dem Traktor versetzt und über die Grünflächen weitergezogen. Besser können es Hühner nicht haben.

Fütterung

Im Sommerhalbjahr kommen die Hühner natürlich ausschließlich auf frische Weideflächen.
Im Winter füttert Frau Leonhardi wegen der jahreszeitlich bedingt geringeren Grasnarbe gedämpfte Kartoffeln und Rote Bete zu.
Wenn es wieder draußen etwas grüner ist, werden wir uns den Betrieb und die Haltung der Hühner genauer anschauen und einen kleinen Filmbeitrag machen, den Sie dann auf unserer Internetseite ansehen können.

Wir freuen uns, Ihnen mit diesem Angebot noch mehr Regionalität und artgerechte Tierhaltung, anbieten zu können.

Ab KW 10 geht es los!

Vielen Dank für Ihr Interesse.
Bleiben Sie gesund!

Mit herzlichen Grüßen,

Wiebke Hackbusch-Bauer.
(Geschäftsführung Ökokiste-Leipzig)

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